Historie

 

Geschichte der Verlagsgruppe Rhein Main


1850
Am 29.6.1850 erscheint erstmals der „Straßen-Anzeiger“ mit Geschäfts- und Familienanzeigen in Mainz. Der Gründer ist Josef Gottsleben. Hergestellt wird der Anzeiger im Realschulgebäude in der Steingasse. Vier Jahre später wird aus dem „Täglichen Anzeiger“ der „Mainzer Anzeiger“.

1899
Am 1.4.1899 erhält die „Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei AG“ ein Gewerbepatent. In diesem Jahr bezieht der „Mainzer Anzeiger“ auch sein neues Domizil in der Großen Bleiche.

1945
Der Bombenangriff auf Mainz am 27.2.1945 zerstört große Teile der Mainzer Innenstadt. Auch das Verlagsgebäude in der Großen Bleiche bleibt davon nicht verschont, so dass der Mainzer Anzeiger am 19.3.1945 zum letzten Mal erscheint. Die französische Besatzungsmacht verhindert nach Kriegsende zunächst eine Wiederbelebung der während der NS-Zeit gleichgeschalteten Mainzer Tageszeitung. Doch mit viel Tatendrang gelingt es ehemaligen Verlagsmitarbeitern eine neue Zeitungsausgabe zu produzieren. Diese erscheint zum ersten Mal am 26.10.1945 unter dem Titel „Neuer Mainzer Anzeiger“.

1947
Bereits zwei Jahre darauf werden gesonderte Lokalbereiche, die sogenannten Wechselseiten für einige Städte/Orte eingeführt und der Name in „Allgemeine Zeitung“ abgeändert. Die AZ gliedert sich somit seit 11.6.1947 in eine Hauptausgabe (Ausgabe A) mit überregionalem Wirtschaftsblatt (gegründet 29.11.1946 mit wöchentlicher Erscheinung) und eine weitere Ausgabe mit fünf Regionalbereichen für Mainz, Worms, Alzey, Kreuznach/Birkenfeld/Simmern, Kreis Bingen (Ausgabe B). Beide Ausgaben erscheinen zwei Mal wöchentlich.

1949
Wiederum zwei Jahre darauf werden weitere Bezirksausgaben in Ingelheim (1.4.1949), Birkenfeld (3.3.1949), Wiesbaden (1.3.1949) und der „Hunsrücker Anzeiger“ (1.7.1949: Simmern) eingeführt. Am 1.7.1949 schließen sich „Darmstädter Tagblatt“ und „Wiesbadener Tagblatt“ der „Allgemeinen Zeitung“ an. Es wird ein Gesamt-Verbreitungsgebiet geschaffen, das von der Saargrenze bis in den Taunus und vom Hunsrück bis in den Odenwald reicht. Die Eigenständigkeit der Redaktionen und der Anzeigenabteilungen bleiben erhalten.

1949
Am 1.11.1949 geht aus der „Allgemeinen Zeitung“ die „Frankfurter Allgemeine Zeitung für Deutschland“ hervor. Bis zum 30.9.1950 wird die FAZ in Mainz gedruckt, dann erst springt die Druckerei der „Frankfurter Rundschau“ ein und die Redakteure der FAZ siedeln nach Frankfurt über. Die Mainzer Verlagsanstalt behält bis 1955 einen Anteil von 49 % der FAZ.

1952
Zwei Jahre nach Zusammenschluss des „Wiesbadener Tagblatts“ mit der AZ im Jahr 1950 werden der „Aar-Bote“ aus Bad Schwalbach und die „Idsteiner Zeitung“ an das „Tagblatt“ angeschlossen und der „Rheingauer Bürgerfreund“ übernommen.

1963
Der „Wiesbadener Kurier“ wird aufgekauft. Der Kurier, der erstmals 1945 erscheint, ist maßgeblich an der Gestaltung der freien Presselandschaft der Nachkriegszeit in Wiesbaden und Umgebung beteiligt. Dadurch, dass das „Tagblatt“ nach Kriegsende keine Lizenz für den Druck erhält, wird der „Kurier“ zur Tageszeitung Wiesbadens.

1970
Die 1970er und 1980er Jahre sind bestimmt von der stetigen Ausweitung des Verlagsangebots. Viele Zeitungen der Region werden in diesen Jahrzehnten übernommen oder neu gegründet. Dazu zählen u.a. der Kauf der „Rheinhessischen Landeszeitung“ in Oppenheim 1970, die in „Rund um die Landskrone“ aufgeht, die Gründung des Untertitels „Pfungstädter Zeitung“ 1971 und 1972 der Erwerb der „Main-Spitze“ in Rüsselsheim 1972.

1984
Gründung der Akzidenzdruckerei der Mainzer Verlagsanstalt (später: Rhein Main Druck).

1986
An den neu gegründeten privaten Rundfunkunternehmen werden Beteiligungen aufgebaut. Nach der Minderheitsbeteiligung an RPR 1986 erfolgt 1989 eine Minderheitsbeteiligung an FFH.

1992
Am 1.10.1992 wird die Mainzer Verlagsanstalt und Druckerei Will & Rothe GmbH & Co KG in „Verlagsgruppe Rhein Main“ umbenannt.

1994
Übernahme der „Lampertheimer Zeitung.“

1996
Drei Jahre nach dem Beschluss des Gesellschafterbeirates der Verlagsgruppe Rhein Main über die Errichtung eines neuen Verlagsgebäudes in der Gemarkung Marienborn findet das Richtfest des neuen Verlagshauses statt.

1999
Die „Wiesbadener Tagblatt“ -Redaktion kehrt nach 56 Jahren an ihren Ursprungsort in der Wiesbadener Langgasse 56 zurück. Im Wiesbadener Pressehaus arbeiten nun „Kurier“ und „Tagblatt“ unter einem Dach.

2003
In der deutschen Zeitungslandschaft bahnt sich eine weitere Kooperation an. Die Verlagsgruppe Rhein Main (Mainz/Wiesbaden) beteiligt sich mit Wirkung vom 1.7.2003 mehrheitlich am Bereich Medien der Verlagsgruppe des Gießener Anzeigers. Der Gießener Anzeiger existiert seit 1750 und ist die drittälteste Zeitung Deutschlands. Des Weiteren existieren Beteiligungen an Anzeigenblättern, dem Rundfunksender FFH, und an einer überregional operierenden Zeitungs- und Akzidenzdruckerei mit industrieller Weiterverarbeitung.

Die Tageszeitungen der Rhein Main Presse können als E-Paper bezogen werden.

2009
Am 16.2.2009 werden die neu konzipierten Onlinedienste der Zeitungsmarken (allgemeine-zeitung.de, wiesbadener-kurier.de, main-spitze.de, wiesbadener-tagblatt.de, wormser-zeitung.de, buerstaedter-zeitung.de, lampertheimer-zeitung.de) mit neuer Optik und neuer Technik online gestellt. Im April folgt das Serviceportal rhein-main-presse.de, im Oktober die Onlinedienste der Zeitungsmarken der Zeitungsgruppe Zentralhessen (giessener-anzeiger.de, gelnhaeuser-tageblatt.de, kreis-anzeiger.de, lauterbacher-anzeiger.de, oberhessische-zeitung.de, usinger-anzeiger.de) und im Januar 2010 die Onlinedienste der Hochheimer und der Hofheimer Zeitung.

2010
Richtfest des Druckzentrums Rhein Main in Rüsselsheim. Das Druckzentrum wird in Kooperation zwischen der VRM und dem Medienhaus Südhessen, das unter anderem das Darmstädter Echo herausgibt, errichtet.

Am 25.9.2010 erscheint erstmalig das monatliche Stadtmagazin "Sensor", das kostenlos an 1.000 Auslegestellen im Mainzer Stadtgebiet verteilt wird. Die Auflage beträgt 30.000 Exemplare.

2011
Die Einweihung des neuen Domizils der Mainzer Stadtredaktion am Markt 17 in der Mainzer Innenstadt erfolgt am 14.05.2011.

Am 16.06.2011 findet die offizielle Einweihungsfeier das Druckzentrum Rhein Main in Rüsselsheim statt.

2012
Erstmaliges Erscheinen der Wiesbadener Ausgabe des monatlichen Stadtmagazins "Sensor", das kostenlos im Wiesbadener Stadtgebiet verteilt wird. Die Auflage beträgt 20.000 Exemplare.

Die Erstausgabe von "Kruschel - Deine Zeitung" liegt am 21.04.2012 als kostenlose Probenummer der gesamten Tageszeitungsauflage bei. Die VRM traut sich als erste Zeitungsgruppe in Deutschland zu, ein kostenpflichtiges Kinder-Abo als Beiboot zur Tageszeitung anzubieten. "Kruschel - Deine Zeitung" erscheint ab dem 12. Mai als wöchentliche Abo-Zeitung für Kinder.

2014
Das Magazin „Unser Rheinhessen“ (Auflage 12.500 Exemplare) erscheint erstmalig am 23.05.2014 und ist als erste Zeitschrift der Verlagsgruppe Rhein Main im Zeitschriftenhandel erhältlich. Das Erfolgsrezept geht auf, es folgen mit „Unser Genuss“ (Auflage 10.000) und „Unsere Geschichte“ (Auflage 10.000) weitere Magazine mit regionalem Charakter.

2015
Die Verlagsgruppe Rhein Main übernimmt im Sommer 2015 die Echo Mediengruppe mit dem Darmstädter Echo. Insgesamt publiziert die Verlagsgruppe Rhein Main nun 29 Tageszeitungen in Hessen und Rheinland-Pfalz und zählt mit knapp einer Millionen Leserinnen und Lesern zu den reichweitenstärksten regionalen Medienunternehmen Deutschlands.

Das Druckzentrum Rhein Main in Rüsselsheim wird zur vollständigen Tochter der Verlagsgruppe Rhein Main.



	

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